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Big Bend National Park, Texas, Teil 8 – Echinocereus enneacanthus

Auch Echinocereus enneacanthus bildet mächtige Gruppen und zeigt gegenüber Echinocereus stramineus eine deutlich offenere Bedornung. Die tief magentafarbenen Blüten treten zahlreich an den Pflanzen auf und besitzen einen dunkleren Schlund. Sie erscheinen im oberen Teil der Triebe und erreichen einen Durchmesser von bis zu 12 cm. Die Früchte schmecken nach Erdbeeren und sind essbar. Das Vorkommen beschränkt sich auf die tieferen Lagen des Nationalparks.

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Big Bend National Park, Texas, Teil 7 – Echinocereus stramineus

Wie viele Echinocereen bildet Echinocereus stramineus große und mächtige Gruppen. Die im Big Bend National Park vorkommenden Pflanzen bestechen durch ihre kräftige überwiegend gelblich, strohfarbene oder bräunliche Bedornung und bilden Gruppen von bis zu 150 cm Durchmesser. In den meisten Fällen lässt sich durch die dichte Bedornung der eigentliche Pflanzenkörper kaum erkennen. Die Blütezeit ist überwiegend im April, bedingt durch die seit Jahren zunehmende Trockenheit im Big Bend konnten wir jedoch in manchen Jahren einen kompletten Ausfall der Blüte beobachten. Echinocereus stramineus produziert essbare und wohlschmeckende Früchte. Trotz intensiver Suche konnten wir die angeblich vereinzelt im im Big Bend vorkommenden weiß blühenden Exemplare bis heute noch nicht finden.

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Im achten Teil werden wir über Echinocereus enneacanthus berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 6 – Echinocereus pectinatus

Echinocereus pectinatus hat sein Hauptverbreitungsgebiet in den mexikanischen Bundesstaaten Aguascalientes, Chihuahua, Coahuila, Durango, Guanajuato, Nuevo Leon, San Luis Potosi und Zacatecas. Die Typform zeigt ihre typischen magentafarbenen Blüten, die im Blütenkelch über einen gelbliche Zone in einen grünen Schlund übergehen. Die in Mexico (zum Beispiel Cumbres de Majalca) und USA vorkommenden gelb blühenden Formen warten seit Jahren auf eine Neubeschreibung. Dies gilt ebenso für die Abgrenzung zu den bunt blühenden Habitaten, die sich in großen Teilen Mexicos finden lassen. Auch im Big Bend National Park sind Vorkommen von gelbblühenden Formen durchaus verbreitet. Die Farben der bis zu 12 cm großen Blüten variieren von fast weiß über gelb bis hin zu leicht orange angehauchten Tönen. An den von uns beobachteten Standorten im Big Bend wachsen die Pflanzen solitär, zeigen aber ebenso eine ausgiebige Sprossbildung.

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Im siebten Teil werden wir über Echinocereus stramineus berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 5 – Echinocereus coccineus

Echinocereus coccineus ist im Big Bend National Park meistens in höheren Lagen vertreten. In den Regionen rund um die Chisos Mountains erreichen die Pflanzen Durchmesser von bis zu einem Meter. Ihre scharlachroten Blüten zeigen die Pflanzen im April. Sie blühen bis zu einer Woche über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Typisch für Echinocereus coccineus ist das weibliche und männliche Blühverhalten. Die Bestäuber sind spezialisierte Kolibris, aber auch Bienen im Einsatz. Sie können sich an einer reichen Nektarproduktion erfreuen, die bis zu 30 mg Zucker pro Blüte und Tag erzeugen.

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Im sechsten Teil werden wir über Echinocereus pectinatus berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 4 – Echinocereus chisoensis

Echinocereus chisoensis ist extrem selten im Big Bend National Park und steht unter strengem Schutz. Die Ausbreitungen der einzelnen kleinen Habitate ist relativ stark begrenzt und die Pflanzen in Natur auch nur sehr schwer zu finden. Die nach den Chisos Mountains benannte Pflanze ist kleinbleibend, wächst zylindrisch und zeigt nur vereinzelt geringes Sprossverhalten. Die gräulichen dünnen Triebe erreichen bei guter Lage maximal 20 cm Höhe und wirken nicht zuletzt wegen der Farbe meist wie halb abgestorbene Pflanzen. Die Blüten erscheinen Ende März / Anfang April und halten in der Regel maximal 2 Tage. Sie erreichen maximale Durchmesser von ca. 7 cm und zeigen dabei ihre magentafarbenen Kelche mit einem weißen Schlund.

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Im fünften Teil werden wir über Echinocereus coccineus berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 3 – Echinocereus russanthus

Ebenso weit verbreitet wie Echinocereus dasyacanthus ist sicherlich auch Echinocereus russanthus im Big Bend National Park. Die typischen rötlich-rostfarbenen kleinen Blüten sind natürlich nicht so prächtig wie bei vielen großblütigen Echinocereen, trotzdem besticht die Art schon alleine durch ihre wundervolle Bedornung. Dünne lange Mitteldornen in roten, creme- oder bräunlichen Farbtönen verleihen den Pflanzen ein mächtiges Aussehen. Der zylindrisch wachsende Echinocereus russanthus wächst häufig in kleinen Felsritzen, an steinigen Hängen oder in kleinen Felsmulden und bettet sich so optisch hervorragend in die Farben und Formen der Landschaft ein. Die kleinen aber teilweise zu Massen aufgehenden Blüten erscheinen im oberen Drittel der Pflanzen und sind überwiegend an den der Sonne zugewandte Seite zu finden.

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Im vierten Teil werden wir über Echinocereus chisoensis berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 2 – Echinocereus dasyacanthus

Echinocereus dasyacanthus wurde 1848 durch George Engelmann erstbeschrieben. Die Hauptverbreitungsgebiete erstrecken sich im Wesentlichen auf die US-Bundesstaaten Texas und New Mexico, sowie auf die mexikanischen Staaten Chihuahua und Coahuila. Prägend für das äußere Erscheinungsbild ist die dichte, raue und struppige Bedornung, die Echinocereus dasyacanthus auch seinem Namen verdankt. Zu den typischen gelbblühenden Formen gesellen sich in den USA und Mexiko auch bunt blühende Formen, deren Zugehörigkeit zu dasyacanthus häufig in Verbindung mit Naturhybriden kontrovers diskutiert wird. Echinocereus dasyacanthus zeigt mehrheitlich ein zylindrisches Wachstum im solitären Wuchs oder in kleinen Gruppen. Vereinzelt kommen auch Gruppen mit bis 20 Trieben vor, die jedoch häufig durch Scheitelverletzungen im Jugendstadium einer Pflanze entstehen. Die im Big Bend vorkommenden Habitate zeigen überwiegend eine relativ einheitlich helle Bedornung, die in den einzelnen Zonen der Wachstumsphase eine farbliche Ringbildung aufweist. Reine Vorkommen von rötlich bedornten Exemplaren wie im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua konnten wir nicht beobachten. Die meist gelb bis orange blühenden Populationen erreichen Blütendurchmesser von bis zu 15 cm und sind schon von weitem in der teilweise kargen Landschaft des Big Bend zu erkennen.

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Im dritten Teil werden wir über Echinocereus russanthus berichten

Big Bend National Park, Texas, Teil 1 – Einführung

Als einer der größten Nationalparks in den USA liegt der Big Bend National Park im Süden von Texas direkt an der Grenze zu Mexico. Mit einer Fläche von über 3200 Quadratkilometern umfasst der Park auch einen großen Teil der Chihuahua-Wüste. Das Klima dieser Region ist geprägt von hohen Temperaturen im späten Frühjahr und in den Sommermonaten, relativ milden Wintermonaten und einer Regenzeit von Juli bis September. Auch hier hat sich jedoch in den vergangenen Jahren die Häufigkeit und Menge von Niederschlägen drastisch reduziert. Wir besuchten in den letzten 7 Jahren immer wieder diese faszinierende Region und mussten leider Jahr für Jahr eine weiter ausdürrende Landschaft antreffen. Die wüstenartige Vegetation mit Büschen, Yuccas und zahlreichen Kakteen prägt die Landschaft und wird durch eine Vielzahl von Tierarten bereichert. Auch für Wanderer bestehen auf vielen Trails die Möglichkeiten ausgedehnte Touren in Höhenlagen von 500 bis 2300 m zu unternehmen und so abwechslungsreich die Landschaft in flachen Ebenen oder im Gebirge der Chisos Mountains zu erkunden. Vor der „Entdeckung“ durch Europäer wurde die Region durch verschiedene Indianerstämme besiedelt. Der markante Gebirgszug (Chisos Mountains) im Zentrum des Parks trägt noch heute den Namen einer dieser Stämme, der Chisos-Indianer. Beginnend ab 1930 wurde schrittweise begonnen einzelne Regionen unter Schutz zu stellen, was schließlich 1994 in einen US National Park überging. Wer sich als Besucher dort längere Zeit aufhalten will kann das einzige vorhandene Hotel, die Chisos Mountain Lodge, als Übernachtungsmöglichkeit planen oder sich auf Zelt- und Campingplätzen niederlassen. Die Chance auf freie Zimmer erfordert jedoch besonders im Frühling eine monatelange Buchung im Voraus. Um den Reiseverlauf flexibel anpassen zu können bevorzugten wir jedoch immer eine Übernachtung in den Park angrenzenden kleinen Orten oder in Alpine. Dies bedingt zwar eine längere An- und Abreise pro Tag, was aber ohne Probleme in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend gelegt werden kann.

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Im zweiten Teil werden wir über Echinocereus dasyacanthus berichten

Little Big Bend

In einer weitläufigen Landschaft wie im Big Bend National Park können die Besucher leicht übersehen welche Pflanzenvielfalt dort existiert. Roy Morey zeigt in seinem Werk „Little Big Bend – Common, Uncommon, and Rare Plants of Big Bend National Park“ mit eindrucksvollen Bildern und ausführlichen Beschreibungen einen Querschnitt der dort vorkommenden Arten. Nach ein paar Worten zur Einführung eröffnet das Buch mit dem Kapitel „Big Bend, The Land of Extremes“. Leicht verständlich werden Geography, Klimabediungen, ökologische Vielfalt und auch der Einfluss der Menschen auf den Park erläutert. Ab Seite 35 folgen die Beschreibungen der einzelnen Arten. Jeweils eine Aufnahme der Pflanze wird ergänzt um eine kurze Beschreibung sowie weiteren nützlichen weiterführenden Informationen.

Fazit: Ein fotografisch wertvoller Pflanzenführer.

Erschienen: 2008, Texas Tech University Press

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